Heute habe ich einen hierzulande sehr seltenen Gin im Test. Henry Oliver Gin kommt aus Mexico und ist in Europa leider bisher nicht erhältlich. Meine Flasche stammt von einem Gin-Bekannten, der seine Sammlung verkleinern wollte. Da habe ich bei dieser Rarität natürlich sofort zugeschlagen!
Hintergrund und Geschichte
Ich finde im Netz nur relativ wenig Informationen über den Gin. Hersteller ist (oder war?) wohl die Grupo Nus, die Craft Spirituosen in Mexico City vertreiben. Auf der Instagram-Seite des Gins tut sich bereits seit 2019 nichts mehr. Er ist inspiriert von den Reisen englischer Entdecker des 19. Jahrhunderts an exotische Orte und in tropische Klimazonen. Das zeigt sich auch im Design der Flasche mit ihrem leicht altmodischen Design und Illustrationen von Zutaten und Pflanzen auf dem Etikett sowie einem Schmetterling auf dem Flaschenboden. Hergestellt wird der Gin in einer nicht näher genannten Destillerie “mit über 130 Jahren Erfahrung”.
Der Henry Oliver Gin enthält anscheinend acht Botanicals, darunter Orangen- und Limettenschalen, Koriandersamen, Cranberry sowie sicherlich auch Wacholder. Eine andere Quelle nennt außerdem noch Engelwurz, Rosmarin und Kardamom.

Nosing, Tasting und Gin Tonic
Im Nosing ist da eine leichte Schärfe, nicht alkoholisch, aber ziemlich würzig. Pur schmeckt er irgendwie ungewohnt, aber gut. Zitrusaromen und Koriander kann ich herausschmecken, aber auch hier weiterhin diese leicht scharfe Würze in Kombination mit ein bisschen Süße, die ich den Cranberries zuordnen würde. Auf jeden Fall ein spannender Geschmack.
Mit was könnte man so einen Gin nun kombinieren? Gibt es mexikanisches Tonic? Wenn ja, dann habe ich es zumindest leider nicht zur Verfügung. Aber Schweppes Tonic Water gibt es ja auf der ganzen Welt, also probiere ich es einmal damit. Die Kombination passt auch direkt gut. Die Zitrusaromen werden betont, aber der ganz eigene Geschmack des Gins bleibt dennoch auch noch schmeckbar. Mit Fever Tree Mediterranean wird die Mischung etwas milder, aber auch gut!
Was könnte ich mit diesem Gin noch probieren? Habt ihr Ideen oder Erfahrungen mit dem Henry Oliver Gin?
Fazit: Henry Oliver Gin
Allzu viele Gins aus Mexiko findet man hierzulande nicht. Umso mehr Spaß macht es mir, solche “Exoten” zu testen. Beim Henry Oliver Gin ist es natürlich schade, dass der Genuss auf diese eine Flasche beschränkt sein wird – aber trotzdem bereue ich es absolut nicht, sie geöffnet zu haben!
Unbezahlte Werbung, Produkt selbst erworben.
Schreibe einen Kommentar