Im heutigen Bericht geht es um drei Gins aus der Distillers Cut Serie von Juniper Jack. The First Act: The North umfasst die Editionen Swedish Forest, Viking Soul und Arctic Thyme.
Hintergrund und Geschichte
Juniper Jack ist eine Gin-Destillerie aus Dresden, der ich schon seit vielen Jahren begeistert folge. Wenn mich jemand nach meiner Empfehlung für einen wacholderbetonten, deutschen Gin fragt, empfehle ich Juniper Jack, am liebsten den Navy Strength Gin. Ich habe aber ein schlechtes Gewissen, weil ich hier auf dem Blog noch kaum über diese großartigen Gins geschrieben habe. Das will ich dieses Jahr unbedingt ändern!
Viele Gin-Produzenten bringen jährliche (oder auch häufigere) Sondereditionen heraus. Das Besondere an der Distillers Cut Serie von Juniper Jack ist, dass sie bereits von Beginn an auf 12 Editionen ausgelegt ist. The Journey of Juniper Jack besteht aus vier Akten, die den vier Himmelsrichtungen entsprechen. Jeder Akt besteht dann wiederum aus drei Szenen, also drei verschiedenen Länderedionen.
The First Act: The North begann 2023 mit Swedish Forst, gefolgt von der norwegisch inspirierten Viking Soul bis hin zu Arctic Thyme im Jahr 2025. Von jeder Edition gibt es 999 Flaschen. Zudem kommen die Flaschen in wunderschön und detailreich gestalteten Karton-Boxen.



Ende 2026 wird dann mit The West der zweite Akt beginnen – ein guter Anlass, vorher die ersten drei Editionen zu verkosten! Ich habe sie für diesen Bericht jeweils pur und mit Thomas Henry Tonic Water probiert.
Juniper Jack Distillers Cut Serie: Northern Act, The First Scene: Swedish Forest
Zum Inhalt des Swedish Forest finden sich nur wenige Informationen. Es ist die Rede von Kiefernharz und Waldbeeren, manchmal auch von Tannengrün und Moltebeeren. Dass er ordentlich Wacholder enthält, davon gehe ich bei Juniper Jack sowieso aus.
Das bestätigt sich auf jeden Fall gleich schon im Nosing: Wacholder satt, aber tatsächlich auch eine “waldige” Note. Pur schmeckt er trotz seiner 46,5% sensationell weich und mild. Beeren kann ich nicht groß herausschmecken, für mich schmeckt er eher würzig. Auch im Gin Tonic bleibt der Geschmack wunderbar präsent.
Juniper Jack Distillers Cut Serie: Northern Act, The Second Scene: Viking Soul
Viking Soul liefert eine ganz eigene Interpretation der Essenz Norwegens. Denn diese Edition enthält als besondere Botanicals Salz und Pfeffer. Während Salz sich noch leicht von den norwegischen Fjorden herleiten lässt, muss man für Pfeffer an die Handelsrouten der Wikinger und damit etwas weiter ums Eck denken.
Auch hier im Nosing wieder eine kräftige Wacholdernote. Wenn man es weiß, lassen sich aber auch Pfeffer und Salz erriechen. Pur ist dieser Gin dann schon sehr “anders”. Das ist nicht negativ gemeint, aber er schmeckt definitiv sehr ungewöhnlich und zumindest ich tue mich erst einmal etwas schwer mit diesem Geschmack. Auch der Gin Tonic hat einen ungewohnten Geschmack.
Dieser Gin ist kein “everbody’s darling” – aber er ist auf jeden Fall spannend. Den werde ich mir nochmal ausführlich mit verschiedenen Mixern vornehmen!
Juniper Jack Distillers Cut Serie: Northern Act, The Third Scene: Arctic Thyme
Der Plan für die Island-Edition sah eigentlich Blaubeeren voraus. Nachdem diese aber nicht genug Geschmack ins Destillat brachten, wurde kurzerhand umgeplant. So wurde dann Wilder Thymian das Hauptbotanical der dritten Edition.
Im Nosing überwiegt hier dann auch der Thymian und kommt für mich noch vor dem Wacholder in der Nase an. Pur herrlich kräuterig, aber ohne in Richtung Hustentee zu schmecken, sondern einfach wunderbar. Und auch im Gin Tonic einfach fein.
Fazit: Juniper Jack The North
Ein eindrucksvoller Auftakt. Ich hoffe wirklich sehr, dass die Reihe komplett erscheinen wird, denn der erste Akt macht Lust auf mehr! Alle drei Editionen sind richtig gut gelungen und jeder für sich ein großartiger Gin. Wenn ich mich auf eine Reihenfolge festlegen müsste, wäre es 3 – 1 – 2. Aber zum Glück habe ich sie alle und werde sie noch so einige Male genießen können!

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