Gerade wollte ich den Beitrag mit “alle Jahre wieder” beginnen – aber genau so fing mein Bericht zum letztjährigen Distiller’s Cut von Monkey 47 an. Es ist aber tatsächlich irgendwie eine liebgewonnene Tradition, dass ich im Oktober meinen halben Freundeskreis verrückt mache und alle bitte, für mich beim Raffle mitzumachen. Denn nur mit einem Gewinncode kann man eine der begehrten Flaschen erwerben.
Hintergrund und Geschichte
Über die Auflage des jährlichen Distiller’s Cut hüllt sich Pernod, zu denen Monkey 47 seit einiger Zeit gehört, in Schweigen. In den letzten Jahren hatte ich aber trotz Raffle nie ein Problem damit, eine Flasche zu bekommen. Die hier gezeigte Flasche ist die Nummer 1775.
“Same same, but different” ist das Motto der DC-Reihe. Dieses Jahr führte die Suche nach dem 48. Botanical nach Ulm. Denn in Ulm züchtet Burgpilz in den Gewölbekellern der Festung Wilhelmsburg Pilze. Unter anderem Pleurotus ostreatus, zu deutsch Austernseitling. Ich hatte während des Bar Convent Berlin die Gelegenheit, auf einer Veranstaltung von Monkey 47 mehr über diesen Pilz und die Zucht im Gewölbekeller zu lernen. Ich mag ja eigentlich gar keine Pilze, aber das ist schon spannend!



Monkey 47 selbst beschreibt den Distiller’s Cut 2026 so: Es “ist ein würziger und zugleich eleganter Dry Gin mit einer zarten Anisnote, abgerundet durch subtile nussige Noten – und das alles vor dem Hintergrund einer bemerkenswerten Tiefe und Komplexität. Ein wahrhaft außergewöhnliches Geschmackserlebnis – nicht nur für eingefleischte Pilzliebhaber.” Wenn das mal nicht neugierig macht!

Nosing, Tasting und Gin Tonic
Im Nosing erinnert er mich an den klassischen Monkey 47, mit ordentlich Zitrus, aber auch würzigen Noten. Pur schmeckt er sehr interessant: würzig, ein bisschen erdig (vielleicht ist das auch mit “nussig” gemeint). Die Anisnote bleibt für mich glücklicherweise sehr dezent (ich mag Anis nicht so sehr). Auf jeden Fall ein schöner, tiefgehender Geschmack.
Auch im Gin Tonic mit Fever Tree Indian ist der Gin sehr gut herauszuschmecken. Noch etwas besser gefällt mir die Kombination mit Thomas Henry, der Drink ist etwas weicher im Geschmack und der Gin kommt hier für mich noch besser zur Geltung. Dann probiere ich noch mit dem Goldberg Mediterranean Tonic. Auch eine feine Mischung, aber das Tonic dominiert hier den Geschmack und vom Gin ist nicht mehr so viel zu schmecken. Ich würde also doch eher bei einem milden Indian Tonic bleiben, um diesem besonderen Gin genug Raum zu geben!
Fazit: Monkey 47 Distiller’s Cut 2026
Wie immer bleibt zu diskutieren, ob einem eine Limited Edition 80 Euro wert ist. Ich persönlich freue mich, dass ich erneut die Gelegenheit hatte, diesen Gin zu kaufen und zu probieren – einen Gin mit Pilzen hätte ich mir sonst nicht unbedingt ausgesucht. Definitiv ein spannendes Geschmackserlebnis!
Unbezahlte Werbung, Produkt selbst erworben.
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