Manchmal weiß ich ganz genau, was für einen Gin ich trinken möchte – und manchmal greife ich spontan zu irgendeiner schönen oder anderweitig interessanten Flasche in meinen Regalen. So ging es mir mit dem King’s Hill Gin.
Hintergrund und Geschichte
Der King’s Hill ist ein Hügel in den schottischen Pentland Hills. Der Legende nach entstand der Name aus einer Wette des schottischen Königs Robert The Bruce zurück. Von dieser wunderschönen Wandergegend ließ sich Sandy Morrison inspirieren und gründete 2017 The Pentland Still Distillery. Seit 2018 wird hier der King’s Hill Gin hergestellt. Neben Kiefern-Wacholder enthält der Gin Heidekraut, Hagebutten, Stechginster und Holunderblüten. Das Unternehmen wurde zwischenzeitlich wieder verkauft, die Produktion geht aber weiter und es gibt inzwischen auch noch weitere Sorten.

In Deutschland scheint der Gin leider nicht erhältlich zu sein, ich weiß auch nicht mehr, wo ich meine Flasche gekauft habe – vielleicht stammt sie noch aus vor-Brexit-Zeiten…
Nosing, Tasting und Gin Tonic
Beim Nosing habe ich kräuterige Noten mit einem gleichzeitig leicht süßen Aroma in der Nase. Pur hat sich der Gin dann tatsächlich einen sehr interessanten süßlichen Geschmack. Holunder ist auf jeden Fall dabei, aber spannend eingerahmt von anderen Geschmacksnoten.
Fever Tree Indian fängt diese süße Note recht gut ein, aber dennoch bleibt der Holunder auch im Gin Tonic vorherrschend und die anderen Eigenheiten des Gin gehen in dieser Kombination für mich etwas unter. Mit einem Elderflower Tonic probiere ich es daher gar nicht erst. Stattdessen greife ich als nächstes zum Schweppes Dry Tonic. Deutlich herber, aber auch hier schmecke ich vom Gin nur den Holunder und sonst wenig. Der Drink schmeckt mir sehr gut, aber ich würde mir darin eben noch mehr vom Geschmack des Gins an sich wünschen. King’s Hill selbst empfiehlt ein Mediterranean Tonic. Das wäre mir nun zwar nicht direkt eingefallen, aber natürlich folge ich der Empfehlung. Tatsächlich kommen mit Fever Tree Mediterranean die Nuancen des Gins deutlich besser zur Geltung. Das ist eindeutig auch mein Best Serve!
Fazit: King’s Hill Gin
Irgendwann muss ich wirklich mal eine Reise durch Schottland planen, von dort kommen einfach so viele interessante Gins! Der King’s Hill Gin ist definitiv eine unwöhnliche Geschmackskomposition, man muss aber darauf achten, dass der Holunder nicht zu dominant im Drink wird!
Unbezahlte Werbung, Produkt selbst erworben.
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