Eigentlich wollte ich letztes Jahr nach meinem ersten Bericht direkt weitere Aperitivo Alternativen testen und vorstellen, aber dann kam doch immer was dazwischen. Aber jetzt geht es weiter, mit ganz unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, von relativ klassisch bis zu sehr ungewöhnlich!

Alpitz Aperitivo Alpino
Der Aperitivo Alpino Alpitz aus der Brennerei Pircher in Südtirol hat sogar eine eigene Homepage. Er enthält Orangenschalen, Rhabarber, Wermuth, Enzianwurzel, Bitterorange und alpine Kräuter. Für mich überwiegen hier auch im Spritz tatsächlich die kräuterigen Geschmacksnoten und so bringt er mal eine ganz andere Richtung ins Glas!
15% – ca. 16 Euro / Liter – mit Farbstoff E102
Basi’Lö Apéritif
Den Lö Apéritif von Les Ullrichs habe ich im anderen Beitrag getestet, hier nun der Basi’Lö Apéritif. Basilikum und Limette – das gibt definitiv einen ungewöhnlichen Spritz! Letztendlich erinnert mich das an eine Art Gin Basil Smash mit Prosecco. Definitiv mal einen Versuch wert, wenn man Basilikum mag!
Es gibt den Basi’Lö auch in einer alkoholfreien Version.
18% – 25,90 Euro / 0,7 Liter
Bodensee Spritz
Der Bodensee Spritz aus der Destillerie Senft am Bodensee setzt auf Kräuter von der Insel Reichenau, Orangen und Wermut. So schmeckt er fruchtig-mild, aber auch angenehm herb. Nur natürlich Zutaten, kein Farbstoffe – genau für solche Entdeckungen teste ich mich ja durch die vielen Aperitivo Varianten!
18% – 21,90 Euro / 0,7 Liter
Capetownian Spirit Aperitif
Dieser Aperitif ist mir auf einer Messe über den Weg gelaufen – eigentlich wollte ich am Stand von Capreo nur den 16/79 Cape Floral Gin probieren, aber dann haben beide Flaschen ihren Weg in mein Regal gefunden. Der Aperitiv auf Gin-Basis von Stone Pine Wines enthält Wacholder, Blutorange und Ingwer. Im Spritz finde ich ihn relativ süß, die Messe-Begeisterung hat zuhause leider nicht gehalten.
26% – 25 Euro / 0,5 Liter – mit Farbstoff
Dejà-Vu Oriental Aperitiv
Dejà-Vu kombiniert ein französisches Weindestillat mit Zitrus, Ingwer und orientalischen Gewürzen. Ich fand ihn im Spritz auf den ersten Schluck ein bisschen zu dezent, aber er kommt dann doch, auf angenehm fruchtig-herbe Art und Weise. Gefällt mir richtig gut!
Auch hier gibt es eine alkoholfreie Variante.
17% – ca. 12-15 Euro / 0,7 Liter – mit Farbstoff
Del Professore – Aperitivo Liqueur
Del Professore aus Italien nennen sich selbst ganz unbescheiden “Best Italian vermouth and gin”. Über den Aperitivo findet man allerdings gar nichts auf ihrer Homepage. Laut anderen Quellen enthält er Zitrusfrüchte, Salbei, Enzian und Rhabarber sowie Kräuter und Gewürze. Enzian und Holunderbeeren stehen zumindest auch auf dem Rücketikett. Mir gefällt der Professore als Spritz sehr gut, für mich eine schöne Mischung aus fruchtigen und herben Geschmacksnoten.
15% – ca. 16-20 Euro / 0,7 Liter



Frizzoli
Mal ganz etwas anderes ist Frizzoli, der “Frängische Abberidif” von Franziska – Die Brennerin. Im Gegensatz zu den meisten Spritz Getränken ist die Kombination aus einem Ingwergeist mit Rosmarin-Ingwer-Sirup und Zitronensaft dazu gedacht, einfach 1:1 mit Sprudelwasser gemischt zu werden. Sehr erfrischend und ohne Prosecco somit eine Low-Alcohol-Variante. Natürlich kann man ihn aber auch mit Sekt aufgießen.

17% – 30 Euro / 1 Liter
Für den komplett alkoholfreien Genuss bietet Franziska ihren Frizzoli Sirup auch pur.
Glitter Spritz – Flaschenpost
Glitter Spritz ist eine Marke aus dem Hause Flaschenpost Gin. Seit 2026 ist Bill Kaulitz Gesellschafter der Marke. Meine Flasche ist schon etwas älter, aber am Inhalt sollte sich nichts geändert haben. Die Hauptbotanicals sind Orange und Rhabarber, aber wie bei vielen Flaschenpost-Produkten steht auch hier natürlich die Optik im Glas im Vordergrund. Der Glitzer besteht aus Eisenoxid-Verbindungen (E172). Wer auf der Suche nach einer rein natürlichen Spritz-Variante ist, sollte dem Glitzern besser widerstehen.
Geschmacklich ist der Glitter Spritz für mich recht nah dran am großen Vorbild – aber eben zusätzlich mit Glitzer. Witziger Party-Effekt, ich persönlich brauche das aber nicht zwingend.
15% – 14,99 Euro / 0,7 Liter – mit Farbstoff
L’Aperitivo Nonino Botanical Drink
Nonino ist eine italienische Grappa Destillerie mit langjähriger Tradition. Für den Botanical Drink kombinieren sie eine Pflanzenmischung nach einem Rezept von 1928 sowie Waldfrüchten mit ihrem Grappa ÚE Di Fragolino Monovitigno.
So richtig überzeugen konnte uns der Botanical Drink als Spritz allerdings nicht, da kam geschmacklich wenig durch.
21% – ca. 22-25 Euro / 0,7 Liter
Kupper Adleritivo Aperitivo
Unter der Marke Kupper Drinks stellen die Macher des Upstairs Gin fruchtige und sahnige Liköre her. Der Adleritivo Aperitivo ist eine Zusammenarbeit mit den Adlern Mannheim. Er enthält Blutorange und Grapefruit sowie Mango. Im Spritz ist er sehr fruchtig, mir persönlich etwas zu süß. Mit ein paar frischen Zitronenscheiben schmeckt er aber auch mir!
Mionetto Aperitivo
Passend zum Mionetto Prosecco gibt es auch einen Aperitivo. Die Marke gehört wie so manch andere zu Henkell Freixenet. Eigentlich ist so ein roter Bitterorangen-Aperitiv mit Konservierungs- und Farbstoffen ja genau das, was ich nicht mehr trinken wollte – aber irgendwie ist mir im Angebot dann doch eine Flasche in den Einkaufswagen gefallen. Sehr orangig, aber auch zuckrig-süß. Wer eine fruchtige Alternative zum Aperol sucht, sollte das mal probieren, wer eigentlich weg will von künstlichem Farbstoff-Aperitivo, sollte weitersuchen.
11% – ca. 7-10 Euro / 0,5 Liter – mit Farbstoff
Pampelle Ruby L’Apero
Pampelle kommt aus Frankreich und ist ein Grapefruit-Aperitif mit Ruby Red Grapefruits aus Korsika sowie Zitronenzesten, Yuzu, Pomeranze und mediterranen Kräutern. Im Spritz fanden wir Pampelle relativ süß und weniger zitruslastig als erwartet.
15% – 18-22 Euro / 0,7 Liter – mit Farbstoff E129 und E133
Peperito Aperitivo
Peperito schmeckt als Spritz tatsächlich (wie der Name ja andeutet) dezent nach Pfeffer und angenehm würzig. Mal eine ganz andere Alternative, die uns richtig gut gefällt!
Roseano Aperitivo
Roseano ist ein Roséwein-Aperitif mit Bergamotte, hergestellt in Stuttgart. Der niedrige Alkoholgehalt in Verbindung mit Tonic statt Prosecco ergibt einen sehr leichten Spritz (aber man kann ihn natürlich auch mit Prosecco aufgießen). Ich habe Roseano zweimal auf Messen probiert, aber so richtig hat er mich nicht überzeugt. Ich fand ihn leider etwas “fad” und habe ihn mir daher bisher nicht gekauft.
12,5% – 20,99 Euro / 0,7 Liter
Scriptor Brennerei – Lavendel-Likör-Aperitif
Den Lavendel-Likör-Aperitif der Scriptor Brennerei aus Karlsruhe haben wir auf einer Messe probiert und mitgenommen. Im Online-Shop ist er allerdings aktuell nicht (mehr) erhältlich. Als Spritz mit der sehr floralen Note mal etwas anderes, würden wir wieder kaufen!
17% – Preis (aktuell) nicht verfügbar / 0,5 Liter
The Duke – La Duchessa
Der Aperitivo Bavarese La Duchessa aus der Duke Distillery ist ein relativ klassischer Aperitivo. Rot und basierend auf Orangenschale, Tonkabohne, Kardamom, Sandelholz, Lavendel, Enzian und Angelikawurzel. Geschmacklich finde ich ihn damit auch relativ nah am bekannten Original, also eine wirkliche Alternative!
15% – 14,90 Euro / 0,7 Liter – mit Farbstoff E122
Es gibt auch eine alkoholfreie Version und die Bartender Edition.
Windspiel Aperitivo
Über Windspiel habt ihr hier auf dem Blog auch schon häufiger etwas gelesen. Heute geht es aber nicht um Gin, sondern um den Aperitivo. Den Bitter-Orangen-Likör empfinde ich im Spritz allerdings als relativ dezent, ich habe da mein übliches Mischungsverhältnis etwas anpassen müssen.
16% – 24,99 Euro / 0,5 Liter – mit Farbstoff E 120
Auch von Windspiel gibt eine alkoholfreie Aperitivo-Variante.



(Zwischen)Fazit: Aperitivo Varianten
Diesen Bericht könnte ich noch ewig weiter fortsetzen, denn ich entdecke nun ständig neue Varianten und Alternativen. Einige besonders fruchtige Varianten habe ich in einem weiteren Bericht zusammengefasst. Demächst gibt es noch einen separaten Limoncello-Bericht!
Unbezahlte Werbung. Vielen Dank an Franziska Bischoff für für Frizzoli, der mir unentgeltlich und ohne jegliche Auflagen zur Verfügung gestellt wurde. Der Testbericht gibt meine persönliche, unbeeinflusste Meinung wieder. Alle anderen Produkte wurden selbst erworben.
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